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Steuervorteil

Abfindungen – Steuervorteil sichern!

Gem. einer Mitteilung des Bundes für Steuerzahler Nordrhein-Westfalen, vom 08.04.2016, sollte man sich Abfindungen für den Verlust seines Arbeitsplatzes nach Möglichkeit auf einmal auszahlen lassen. Erfolgt die Auszahlung zusammengeballt in einem Kalenderjahr, gilt eine ermäßigte Besteuerung. Auch bei Teilzahlungen kann dies ggf. der Fall sein. Mehr Spielraum wird jetzt durch ein aktuelles Verwaltungsschreiben des BMF gegeben. Nach diesem Schreiben vom 04.03.2016, IV C 4 – S-2290/07/10007:031, gilt die Steuerbegünstigung auch, wenn eine geringe Teilzahlung in einem anderen Kalenderjahr erfolgt. Max. darf diese Teilzahlung jedoch 10 % der Hauptleistung betragen, damit die Begünstigung nicht gefährdet wird.

(Quelle: b.b.h.)

Steuervorteil für Ruheständler

Kapitalauszahlungen einer betrieblichen Altersvorsorge müssen ermäßigt besteuert werden. Vor dem FG Rheinland-Pfalz erstritt sich eine Bankangestellte die Anwendung der sogenannten Fünftelregelung gem. § 34 EStG. Die Steuerpflichtige hatte sich die als steuerfreie Entgeltumwandlung angesparten Beiträge bei Eintritt in den Ruhestand nicht als Monatsrente sondern als Einmalbetrag auszahlen lassen. Das Finanzamt verweigerte ihr die Anwendung des günstigeren Steuertarifs. Das Finanzgericht gab der ehemaligen Arbeitnehmerin Recht, da dies nicht nur der gesetzlichen Regelung entspreche, sondern auch mit Rücksicht auf die neue Rentenbesteuerung geboten sei. Außerdem wurde wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zum BFH zugelassen. Der Gesetzgeber hat den generellen Klärungsbedarf erkannt, da der BFH bereits in einem anderen Fall entschieden hatte, dass entsprechende Einmalzahlungen aus der gesetzlichen Basisversorgung unter Anwendung der Tarifermäßigung besteuert werden dürfen. Eine Ungleichbehandlung zwischen den betrieblichen Altersvorsorgeleistungen und der Basisversorgung der gesetzlichen Rentenversicherung müsse verhindert werden. Für Veranlagungszeiträume mit einer solchen Problematik sollte deshalb ein Vorläufigkeitsvermerk beantragt werden. Ein Aktenzeichen des BFH wurde bisher noch nicht veröffentlicht.

(Quelle: b.b.h.)